Kürzlich habe ich an dieser Stelle über das Hermes Fiasko, ein neues Enthüllungsbuch, berichtet. Der Autor Kevin Trautner, ehemaliger Betreiber eines Satelliten-Depots im Auftrag des Paketdienstes Hermes, beschreibt darin schockierende Gegebenheiten, die wohl keine Einzelfälle sind. Die schöne Hermespaketwelt scheint auf Dumpinglöhnen, enormem Druck, langen Arbeitszeiten, Schwarzarbeit und immer wieder auf Insolvenzen von Subunternehmern zu basieren. Wie ich höre, hat der Autor bereits Presse- und Fernsehanfragen, die er in nächster Zeit wahrnehmen und sein Werk noch bekannter machen wird. Derweil erreicht mich eine Zuschrift mit der Bitte um Veröffentlichung (ich habe den O-Ton belassen, nur die Rechtschreibung ein wenig bearbeitet):
„Hallo Herr Straub,

Bitte stellen Sie diesen Bericht auf Ihren Blog, bitte, es ist wichtig!
Wie Kevin Trautner ist es schon vielen ergangen und an den Umständen hat sich rein gar nichts geändert. Wenn ich an den Auftritt von diesem arroganten Hermes Pressesprecher letztes Jahr bei Stern TV denke, wird mir heute noch übel. Zum Kotzen! Hermes ist das Schlimmste! Dagegen ist GLS und DPD ein Witz! Hermes hat die niedrigsten Löhne und beschissensten Arbeitsbedingungen. Kein Haar anders wie es im Buch von Trautner steht! Es hat sich rein gar nichts gebessert. Im Gegenteil, viele Sachen sind schlimmer geworden. Die TÜV Zertifizierungen waren alle vorher abgesprochen, sind reine Show, nichts ist besser geworden! Ich möchte jedem sagen: lest das Buch, dann wisst ihr Bescheid! Wer noch da ist, soll die Notbremse ziehen und rechtzeitig gehen, bevor es zu spät ist. Früher oder später gehen alle in die Insolvenz. Es wird sich nie etwas ändern, aber wenigstens ist es jetzt öffentlich. Jetzt auch noch Millionen für die DFL-Werbung, das ist ein Witz!
Mit freundlichen Grüßen
…“

Weitere Informationen und Link zum Buch:

www.dashermesfiasko.de