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Als im Frühjahr 2012 das Buch «Aldi – Einfach billig» erschien, war das Aufsehen beträchtlich. Zum ersten Mal erfuhr die Öffentlichkeit aus dem noch frischen Erfahrungsschatz eines ehemaligen Managers Näheres über das Innenleben des Discounters. Extremer Arbeitsdruck, Einschüchterung und Willkür, Entlassungen als Personalpolitik, Kostendruck und umfassende Kontrolle: Andreas Straub lieferte einen Insiderbericht aus der Welt der Billigpreise, der zum Bestseller wurde und viele Leser schockierte.
Wie ist es heute, ein Jahr später, im Jubiläumsjahr? Aldi ist 100 und kein bisschen weiser. Im Wesentlichen, befindet Straub, der nach seinem Buch Hunderte von Rückmeldungen aus der Aldi-Welt bekam und inzwischen über einen Fundus an Fällen verfügt, der seinesgleichen sucht, hat sich wenig geändert. Der Discounter-Riese trickst, vertuscht und macht weiter wie gehabt. Deshalb folgen in diesem E-Book, kurz, aber schrecklich, neue und weitere, bisher unbekannte Fallbeispiele einer überkommenen Unternehmenskultur.
Der Einsatz versteckter Kameras gegen Mitarbeiter, das Ertricksen von Steuergeldern in siebenstelliger Höhe, der Psychoterror gegen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die einen Betriebsrat gründen wollen oder einfach nur eine Kollegin gegen Anwürfe in Schutz nehmen, die Selbstbedienungsmentalität von Spitzenmanagern, eine Rattenplage, die zu Mobbing missbraucht wird: alles keine Werbung für den Discounter, der von sich selbst stets behauptet, der Mensch stehe bei ihm im Mittelpunkt. 
Apropos Werbung: Bei seinen Exkursionen in die Untiefen der Aldi-Kultur stieß Andreas Straub auf eine vertuschte Geschichte, die im Lichte aktueller Enthüllungen einige Fragen aufwirft – eine manipulierte «Aldi-Wette» bei «Wetten, dass..?».