Gestern hat sich der neue Geschäftsführer von Aldi Mahlberg persönlich bei zwei Opfern der Folienwickler und Eddingschmierer gemeldet. Er ist erst seit kurzem dort zuständig und um Aufklärung bemüht. In längeren Telefonaten erläuterten ihm die Betroffenen noch einmal ihre Sichtweise. Der Aldi-Geschäftsführer wollte unbedingt mit ihnen einzeln unter vier Augen sprechen, was sie aber ablehnten, da sie bereits anwaltlich vertreten werden.

Die Aldi-Führung hat zunächst in gewohnter Weise hart durchgegriffen: neben den Verantwortlichen wurden auch drei Lagermitarbeiter entlassen, was meines Erachtens übertrieben ist. Sie handelten in erster Linie auf Anweisung ihrers Vorgesetzen und nicht aus eigenem Antrieb. Allerdings wurden ihnen bezahlte Freistellungen und Abfindungen gewährt. Und der eine oder andere ist, dem Vernehmen nach, nicht sooo unglücklich über seinen Abgang.

Vielleicht hat diese krasse Pfosten-Geschichte insgesamt doch mehr bewirkt, als ich zunächst vermutet hatte. Ursprünglich wollte ich sie im Zusammenhang mit einem Kündigungsfall mit dem zuständigen Prokuristen nur telefonisch besprechen und ihm die Möglichkeit zur internen Klärung geben. Da dieser sich aber erst verleugnen, später dann seine Sekretärin „keinen Bedarf“ ausrichten ließ, habe ich mich zur Veröffentlichung entschlossen.

Es gäbe noch einiges mehr über das Zentrallager in Mahlberg zu erzählen und zu schreiben, gerade auch über den Verkaufsbereich. Hier erreichen mich derzeit haufenweise Informationen. Und da ist nichts mit Friede, Freude, Eierkuchen. Aber ich will davon Abstand nehmen, auch weil ich erkenne, dass hier ein frischer Wind weht und sich Aldi offenbar auch strukturell bemüht, solche Fälle in Zukunft auszuschließen.

Also: Respekt, Herr Geschäftsführer!