Angestellte misshandelt – Strafbefehle für Aldi-Mitarbeiter

Die Freiburger Staatsanwaltschaft hat gegen sechs Mitarbeiter des Discounters Aldi Süd beim Amtsgericht Ettenheim Strafbefehle beantragt. Ihnen wird vorgeworfen, im Zentrallager in Mahlberg Auszubildende misshandelt zu haben.

Die Lehrlinge sollen unter anderem mit Frischhaltefolie an einen Pfosten gefesseltworden sein, das Gesicht soll mit Filzstiften beschmiert worden sein, auch von Drohungen ist die Rede gewesen. Im Herbst 2013 hatte Andreas Straub, ein ehemaliger Manager des Konzerns, diese Vorwürfe enthüllt. Er hat ein Buch über seine Zeit bei Aldi geschrieben.

Das Unternehmen, das als sehr verschlossen gilt, hatte in diesem Fall prompt reagiert, die Vorwürfe bestätigt und sich bestürzt gezeigt. "Die Strafbefehle wurden fünfmal wegen Freiheitsberaubung, einmal wegen Freiheitsberaubung in Tateinheit mit Nötigung beantragt", sagt der Pressesprecher der Freiburger Staatsanwaltschaft, Michael Mächtel.

Ende der Woche läuft die Einspruchsfrist ab


Der Richter in Ettenheim hat den Antrag geprüft, Strafbefehl erlassen und diesen den Beschuldigten zugestellt. Es sollen Geldstrafen von 25 bis 50 Tagessätzen verhängt werden, die Höhe richtet sich nach dem jeweiligen Nettoeinkommen. In zwei Wochen wird der Strafbefehl rechtskräftig, die Einspruchsfrist läuft Ende dieser Woche ab. Noch hat keiner der beschuldigten Aldi-Mitarbeiter Einspruch erhoben, berichtet Mächtel. 

Quelle: http://www.badische-zeitung.de/mahlberg/angestellte-misshandelt-strafbefehle-fuer-aldi-mitarbeiter--87219552.html